Ruedi Knutti

Chemiker, ehem. Ressortleiter SECO, pensioniert, Zürich

Weshalb ich mich hier melde? Den 11. September 2001 habe ich noch in äusserst lebhafter Erinnerung: Wir waren damals an einer Studienwoche der ETH in der Toskana mit 150 Menschen aus der Schweiz, übrigem Europa – und den USA. Für uns alle ein sehr emotionaler Tag.

Erst einige Jahre später hatte ich mich dann – eher zufällig – mit den Umständen dieses Verbrechens zu beschäftigen begonnen. Mit Verwunderung stiess ich auf all die tausend Widersprüche und Ungereimtheiten, denen ich in unseren Mainstream-Medien kaum je begegnet war.

Doch 9/11 war inzwischen in den Medien und auch in der breiten Öffentlichkeit kein Thema mehr. Aber es war nicht einfach verschwunden, 9/11 war nun zur Tabuzone geworden: Wer Zweifel an der Geschichte äusserte, wie sie uns im 2004 veröffentlichten 585-seitigen Bericht «9/11 Commission Report» vorgelegt wurde, galt nun definitiv als dubioser Verschwörungstheoretiker.

Meine Fragen zum Einsturz des WTC 7, weshalb es keine Untersuchung der glühenden Trümmer der beiden WTC 1&2 gab, weshalb der Aufprall einer grossen Verkehrsmaschine, einer Boeing 757 ins Erdgeschoss des Pentagon keine grösseren sichtbaren Schäden angerichtet hatte, weshalb nur gerade die wenigen Bilder einer einzigen Überwachungskamera veröffentlichen wurden, und und und … all diese Fragen lässt der offizielle Bericht leider offen. Wie ein Verschwörungstheoretiker kam ich mir mit meinen unbeantworteten Fragen nicht vor, denn als Naturwissenschafter und langjähriger Forschungsgruppenleiter an der ETH weiss ich bestens, dass und wie Hypothesen und Fakten auseinander zu halten sind.

Zum besseren Verständnis besorgte ich mir deshalb den kritischen Begleittext zur offiziellen Version, das Buch «The 9/11 Commission Report – Omissions and Distortions» von David Ray Griffin. Ich erwartete – leider vergeblich –, dass all die Auslassungen im «9/11 Commission Report» nun doch Stoff für kritische Journalisten hätte geben müssen. Zudem hatte sich inzwischen vor allem in den USA eine breite Koalition von Kritikern der offiziellen 9/11 Version gebildet: Architekten, Bau-Ingenieure, Wissenschafter, Professoren, Piloten, etc. Fachleute, die nicht einfach in die Spinner-Ecke abgeschoben werden können. ABER: man kann sie ignorieren und totschweigen, was in unseren Medien bist heute mehrheitlich der Fall ist.

Am 11. September 2009 waren wir wieder an der ETH-Studienwoche in der Toskana. Zusammen mit einigen, die 2001 schon dabei waren, beschlossen wir, mit einem Poster auf einige zentrale offene Fragen zu 9/11 hinzuweisen. Zusätzlich gab es während des gemeinsamen Mittagessens noch eine Gedenkminute. Die Reaktion? Weitgehendes Unverständnis, im Sinne von «was geht 9/11 uns 20–30 jährige Jungakademiker an?».  Das war und ist noch immer etwas vom schockierendsten für mich. Dass es Personen gibt, die – mit möglicherweise guten Gründen – Bedenken haben, sich zu exponieren, kann ich verstehen. Dass junge, intelligente Menschen nichts mehr von 9/11 wissen wollen, da fehlt mir das Verständnis.

Ich bin deshalb ausserordentlich dankbar, dass diese Website initiiert worden ist. Hoffen wir, dass sie etwas auslöst und beiträgt, dass 9/11 endlich ernsthaft und von unabhängigen Instanzen untersucht wird. Das geht nicht nur die USA etwas an, sondern uns alle, auch uns in der Schweiz!

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