Esther Fischer-Homberger

Ehemalige Professorin für die Geschichte der Medizin an der Universität Bern, heute psychotherapeutisch tätig. Im Nebenamt Filmjournalistin.

Der seinerzeit sofort und wiederholt auf allen möglichen TV-Kanälen ausgestrahlte Film vom 9/11-Ereignis hat mich – als Filmrezensentin – gleich zu Fragen veranlasst. Es schien mir, er sehe mehr einem Vorspann ähnlich als der Aufnahme eines zufälligen Zeugen.

Es sind dann schon bald qualifiziertere Zweifel am offiziellen Bericht über Hintergrund und Hergang des Ereignisses aufgekommen. Als Historikerin ist es mir selbstverständlich, in jedem Fall verschiedene Hypothesen zuzulassen und am gegebenen Material, natürlich auf möglichst breiter Basis, zu prüfen, wie das in diesem Fall andere getan haben.

In Anbetracht dessen, was seither vorliegt, erscheint mir die offizielle Version nicht die wahrscheinlichste. Die anderen Versionen als Verschwörungstheorien abzutun, greift, meine ich, zweifach zu kurz. Zum anderen dient verschwörungstheoretisches Denken dort, wo geheime Abmachungen, Geheimdienste und mächtige Propagandamaschinen den Gang der Geschichte mitbestimmen, der Wahrheitssuche – es muss sich freilich durch Belege disziplinieren lassen.

Eine unabhängige Untersuchung des Ereignisses würde wohl einige Klärung bringen.

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