Thomas Binder

Dr. med., Kardiologie FMH; Wettingen

Thomas BinderAls Humanisten und Wissenschaftler müssen wir bei jedem Thema, speziell in jedem Konflikt, konsequent die «sokratische Position» einnehmen, uns alle Narrative anhören, Mythen verwerfen und uns auf die Fakten beschränken um die «Wahrheit» suchen und schliesslich finden zu können, nie im «entweder oder», sondern immer im «sowohl als auch». Bei 9/11 ist dies derzeit noch nicht möglich wegen sehr vieler Widersprüche. Es braucht deshalb dringend eine unabhängige interdisziplinäre wissenschaftliche Untersuchung um diesen Teil der Geschichtsschreibung abschliessen zu können.

Wir schulden dies der Menschheit im allgemeinen und der islamischen Glaubensgemeinschaft im speziellen, welche unter diesem Ereignis, möglicherweise vielmehr Schein als Sein, unglaublich viel gelitten hat. Ihr droht heute, die Glaubensgemeinschaft der Juden von gestern zu werden, wenn wir nicht alle konsequent dagegen hinstehen. Das Grauen von 1938–45 darf sich nie wiederholen! Und es geht auch um Gerechtigkeit, die nur wiederhergestellt werden kann durch Reparationszahlungen und die konsequente Verurteilung der Kriegsverbrecher, immer schwere bösartige Narzissten. An «narzisstischer Persönlichkeitsstörung / Psychopathie» leiden etwa 1% der Menschen und 100% der schlimmsten Extremisten jeglicher Couleur.

Würden die vielen wunderbaren Moslems realisieren, dass ihr grösster Feind nicht Juden, andere «Westler» oder Antiislamisten sind, sondern die extremen Islamisten (politischer Islam), wäre schon sehr viel gewonnen.

Würden die vielen wunderbaren Juden realisieren, dass ihr grösster Feind nicht Palästinenser, andere Moslems oder Antisemiten sind, sondern die extremen Zionisten (politisches Judentum), wäre schon sehr viel gewonnen.

Würden die vielen wunderbaren Schweizer realisieren, dass ihr grösster Feind nicht Asylsuchende, die EU oder andere Ausländer sind, sondern die extremen Rechtsnationalen, wäre schon sehr viel gewonnen.

Würden die vielen wunderbaren Menschen realisieren, dass ihr grösster Feind nicht scheinbar bösartige fremde Menschen sind, sondern die extremen Fundamentalisten in den scheinbar eigenen Reihen, schwere «bösartige» Narzissten, welche den «gutartigen» Narzissmus in uns allen bedienen, ihren eigenen Narzissmus überwinden, sich ihnen mit Herz und mit Rückgrat entgegenstellen und sie ins Pfefferland schicken, wäre schon sehr viel gewonnen.

Dieser Beitrag wurde unter Medizin veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.