Felix Sachs

Lic. theol., dipl. rer. nat., Gymnasiallehrer, St. Gallen

Am 31. Dezember 2010 endete das schlimmste Jahrzehnt seit dem 2. Weltkrieg: Es hat mit den Anschlägen in New York und Washington und den darauffolgenden Kriegen begonnen und endete in der Schweiz mit Verschärfungen des Ausländer- und Asylrechts und der Annahme der Minarett- und der Ausschaffungsinitiativen. Die Urheber der Anschläge sind nach wie vor unbestraft und frei, und in der Schweiz sind wir soweit, dass das Bundesverwaltungsgericht das Migrationsamt für seine menschenunwürdige Praxis rügen muss.

Zwei Tage nach den Anschlägen, am 13. September 2001, hat das St. Galler Tagblatt ein unerhört offenes Interview veröffentlicht mit dem ETH-Professor und international bekannten Gebäudestatiker Dr. Hugo Bachmann, der damals schon die These von der Sprengung der WTC-Türme aufstellte. Diese anfängliche Offenheit – auch in den USA selbst –  in der Diskussion um die Hintergründe der schlimmen Ereignisse wich auf der ganzen Welt schnell einem Klima der Tabuisierung des Themas 9/11 und der Verunglimpfung aller, die es wagten, Aufklärung zu fordern.

Neun Jahre nach den Anschlägen haben es die USA immer noch nicht fertiggebracht, die zahlreichen Widersprüche in ihrem Bericht von 2004 aufzuklären. Alle diesbezüglichen Geständnisse von Guantanamo-Häftlingen sind durch Folter erzwungen und wären vor einem ordentlichen Zivilgericht wertlos.

Sollten Chalid Scheich Mohammed und fünf weitere Hauptangeklagte der USA vor ein Gericht gestellt werden, müsste dieses ihre Aussagen auch auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Das heisst, das Gericht müsste den Beweis verlangen, dass die  Angeklagten die Logistik und die strategischen Fähigkeiten sowie die materiellen Mittel besassen und nachweisbar auch einsetzten, um gleichzeitig vier Grossraumflugzeuge in die Gewalt von willigen und flugerfahrenen Flugzeugentführern zu bringen, deren drei sie mit höchster Präzision unter Ausschaltung der ganzen Flugüberwachung in die Zwillingstürme und ins Pentagon gesteuert und damit gleich drei WTC-Gebäude durch die entstandenen Feuer zum Einsturz gebracht haben sollen. Bis heute gibt es für diese luftige Theorie keinerlei Beweise. Das dürfte der wahre Grund dafür sein, dass der Prozess gegen Chalid Scheich Mohammed noch nicht stattgefunden hat und wahrscheinlich nie stattfinden wird.

Seit 9/11 stehen die Moslems generell unter dem Verdacht erhöhter Gewaltbereitschaft. Fallen wir damit nicht in überwunden geglaubte Sippenhaftung zurück? Und wenn die Anschläge von westlichen Geheimdiensten «unter falscher Flagge» inszeniert worden sind, um längst geplante Kriege rechtfertigen zu können? Stoppen wir die Anklagen ohne Beweise – fordern wir Aufklärung!

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